Empfehlung: Die Tribute von Panem

Tja, was könnte hier wohl reingehören?

Moderator: WarFred

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Loki
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Empfehlung: Die Tribute von Panem

Beitrag von Loki » Fr 6. Apr 2012, 02:53

Heute drin gewesen.

Wusste rein garnichts von dem Film, außer dass es wohl der erste einer Trilogie sein soll und dass es um ein Mädchen mit einem Bogen und irgendwie um Fantasy geht, also absolut unvoreingenommen.
Nach dem Anschauen und ohne zu spoilern kann ich folgendes sagen: Lange keinen so erwachsen wirkenden Film mehr gesehen. Der Film ist eine klare Empfehlung und ein Muss an alle Weltenverbesserer, Fans des anspruchsvollen Science Fiction und Freunde gesellschaftskritischer Filme. Ihr vermutet richtig: Keine leichte Kost und mit über 2 Stunden Laufzeit auch ein ganz schöner Brocken.

Kurz zum Inhalt:
Der Film spielt in einer recht entfernten Zukunft, allerdings so scheint mir auf unserer Welt. Es existiert eine sehr wohlhabende Gesellschaft in einem gewaltsam geeinten Staat, die jedoch Kontrolle ausübt über sogenannte Distrikte, die die oberen 10.000 mit Rohstoffen für ein sehr angenehmes Leben liefern. Polizeistaat ist die Tagesordnung. Ein Gladiatorenähnliches Ereignis dass jedes Jahr stattfindet erwählt Kinder aus allen Distrikten die gegeneinander antreten bis ein einziger Sieger hervorgeht.

Der Film bietet glaubhafte Charaktere, Dialoge wie sie auch im Buch stehen könnten, laut Aussage vom Raimund hält der Film sich mehr als viele andere Adaptionen an die Buchvorlage, er war ebenfalls begeistert. In dem Film finden sich an sehr vielen Stellen gesellschaftskritische Themen der heutigen Zeit wieder und stellt diese durch den Einsatz von Kindern als Hauptprotagonisten und deren Ziel (nämlich die anderen Kinder gezielt zu töten) äußerst radikal dar. Besonders gut gefallen hat mir der Stil gefallen, back to the roots könnte man sagen: Zwar werden Actionszenen gewohnt neuzeitlich verruckelt dargestellt, allerdings wird in vielen Szenen die die Höhepunkte des Films darstellen bspw. bewusst auf Musik verzichtet oder der gesamte Ton wird auf kaum hörbar gedämpft oder völlig rausgenommen. Man war mittendrin im Geschehen, lange hatte ich kein derart intensives Kinoerlebnis mehr. Grandios! Schaut ihn euch an!

Achja zum Ende: Das Ende ist befriedigend, der Film in sich wird abgeschlossen und bietet natürlich einen kleinen Cliffhanger der Appetit auf Teil 2 macht.
Entsetzlich finde ich nur die FSK ab 12. Finde es immer wieder unverständlich wie extreme Gewaltdarstellung schon ab so jungen Jahren freigegeben wird. Raimund meinte "es war aber eben auch ein Jugendbuch" ^^
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Re: Empfehlung: Die Tribute von Panem

Beitrag von Never » Fr 6. Apr 2012, 09:39

Aus zweiter Hand: Mein Ältester (14) war letzte Woche auch drin. Sein Kommentar: "Es ging. Nicht so gut wie das Buch." Er hat natürlich eine ganz andere Basis als Vergleich (die ganzen über FSK12 Splatter-/Action-/SciFi-/Was auch immer-Adaptionen hat er noch nicht gesehen).
Er will sich aber den zweiten Teil auch ansehen (weil es ja eh kaum was vernünftiges für sein Alter im Kino gibt).
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Re: Empfehlung: Die Tribute von Panem

Beitrag von Loki » Fr 6. Apr 2012, 13:54

Ja naja in Anbetracht der Tatsache, dass es noch so gut wie kein Film geschafft hat die Qualität eines Buches zu erreichen muss man eben mit dem messen was da ist und denke daher war Raimund auch begründet angetan. Er sagt zwar auch das vieles geändert wurde, die wichtigsen und wesentlichen Punkte aber erwähnt werden und für einen aussenstehenden auch begreifbar sind. Wie Game of thrones transportiert der Film gelungen die Atmosphäre des Buches, denke das ist schon einiges wert.

Und wie du schon sagtest, momentan werden die älteren Zuschauer geradezu gequält mit einer breiten Masse an wirklich flachen Filmen, Perlen finden sich irgendwie nur noch selten darunter, es sei denn natürlich man interessiert sich grundsätzlich für jedes Genre.
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