Auf der Suche nach neuem Metal

Tja, was könnte hier wohl reingehören?

Moderator: WarFred

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Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Loki » Do 7. Jul 2011, 18:43

Da ich mich gerade im Netz auf der suche nach "gutem neuen Metal" befinde (ich weiß, absolut objektive Beschreibung) wollt ich mal fragen ob hier jemand Empfehlungen aussprechen kann und will.

Ich höre momentan irre gerne:
Hipocrisy
Iced Earth
As i lay dying

Also wer im Bereich Metalcore Empfehlungen hat immer her damit, krachen muss es, aber gute Melodien muss es haben. Kreischen ist in Ordnung, überhör ich in der Regel sowieso :)
Du merkst dass du verloren hast, wenn seine Helden weiter ziehen als deine, Seite an Seite mit seinen Drachen über Meere und unwegsames Gelände fliegen und in infernalischen Explosionen nach ihrem Tod aufgehen und dich damit mit in den Tod reißen

Mantorok

Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Mantorok » Do 7. Jul 2011, 20:02

Amorphis kann ich dir bedenkenlos empfehlen. Spielen zwar kein Metalcore, dafür aber gute Musik.
Man achte auf den grünen Stern in der rechten oberen Ecke: http://de.wikipedia.org/wiki/Amorphis

Hier mal 2 Samples aus dem aktuellem Album.
Battle for Light (hat was Shanty-mässiges, genial zu ner Runde Korsaren der Karibik ;) )
Mermaid (fast schon Radio-tauglicher Hit)


Hier der Song, mit dem sie groß geworden sind anno 1994, mit ausschliesslich gutturalem Gesang:
Black Winter Day

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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Loki » Do 7. Jul 2011, 23:04

Mermaid ist überraschend gut, gute Melodien, Tempo, leicht melancholisch...
aber das andere ist nicht meins. Bisschen zu einschläfernd. Wenn Metal dann muss es krachen :)

Amorphis - House Of Sleep gefällt mir auch sehr gut.
Erinnert mich ein wenig an Angel Dust, hab ich früher sehr viel gehört.

Hipocrisy - Weed out the weak

der anfang ist krass, einfach auf 0:23 vorspulen und dann hören. liebe die riffs von denen :)
Du merkst dass du verloren hast, wenn seine Helden weiter ziehen als deine, Seite an Seite mit seinen Drachen über Meere und unwegsames Gelände fliegen und in infernalischen Explosionen nach ihrem Tod aufgehen und dich damit mit in den Tod reißen

Mantorok

Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Mantorok » Fr 8. Jul 2011, 10:48

Hm... *gruebel* ok!

Krachen soll´s, Metalcore wäre fein, und Hypocrisy wird als aktuelles Fave genannt. Hättest du sowas wie Devildriver angesetzt, könnte man dir natürlich gleich nen aktuellen Metalcore-Katalog vorlegen. Aber wenn dir die neuen alten Hypocrisy gefallen... *gruebel* ... heisst also du kommst also auch mit leicht deathigen roots zurecht, ja?

Wie wäre es denn mit den noch eher Metal-corigen
Soilwork - Follow the Hollow
Soilwork - As we Speak

Mir persönlich gefällt auch das Album Natural Born Chaos am Besten, von dem diese beiden Songs sind. Auch der Song "Mindfields" kann was, tube mal danach falls du mit den obigen beiden Songs was anfangen kannst. Wenn Mindfields gefällt, wirst du schon bald ein Ohr bekommen für durchaus knusprigen Metal, der nicht unbedingt nur nach vorn gehen muss ;)


Ansonsten möchte ich dir auch gern die alten Entombed ans Herz legen, das kommt dem Muster "Hypocrisy" nen Stück näher als Soilwork
Entombed - Eyemaster
Entombed - Rotten Soil

Beide Songs aus der Wolverine Blues. Starke Scheibe!


Wie sieht´s aus mit stark technisch präsentem Metal? Magst du sowas? Ist auf seine eigene Art und Weise melodisch, dabei recht dissonant. Ich persönlich mag sowas. :) Beispielsweise mal

Suffocation - Abomination Reborn
oder
Cannibal Corpse - Frantic Disembowelment (Studio)

Ist lohnenswert sich dazu auch die Videos anzuschauen um ein Gefühl für deren Hand/Auge Koordination auf deine eigene Auge/Ohr Koordination zu bekommen. Hoffe, du hast keine Arachnophobie. ;)


Als zunächst zum Letzten ne Frage: könnte man dich für nicht ganz so ernst zu nehmendem Metal interessieren, der aber auf jeden Fall nen hohen Unterhaltungswert bietet? Autopsy zum Beispiel sind nen bisken krank irgendwie, aber super lustig wenn man alles nicht so ernst nimmt und auf jeden Fall 100% Oldschool. Oder auch Japanische Kampfhörspiele, deutscher Popgrind. Muss man nicht gut finden, kann man aber! :mrgreen:

Autopsy - I shit on your grave
Japanische Kampfhörspiele - Das Gift ist da!
Japanische Kampfhörspiele - Der Hund kriegt nichts

"Rauchen und Yoga" - super Albumtitel lol !!! :mrgreen:

Viel Spaß mit dem Zeug! ;)

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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Loki » Fr 8. Jul 2011, 11:14

Jörch, du bistn Hit! :lol:

Vielen Dank für die vielen klasse Tips, bin nur leider gerade auf der Arbeit und kann das hier meinen Kolleginnen nicht unbedingt antun, werd ich bis nachher warten müssen ^^

Death, Grind, Blood, Brutalo, Krank - mir egal, hauptsache es klingt nach vertonter Gewalt mit Melodie - Melodientechnisch gibts da ja auch himmelweite Unterschiede, ich hab nen Hang zum dramatischen, apokalyptischen, Melodien mit Struktur, Abwechslung, Lieder die nach gewaltigen Schlachten klingen oder düster, aber wie gesagt, alles total subjektiv, hab schon Sachen gehört die einige für düster hielten und ich einfach nur schräg fand.

Hab früher sehr sehr sehr sehr viel Power, Epic, Melodic Metal gehört. Gamma Ray, Hammerfall, Stratovarius, Nightwish (die alten Sachen), halt das bekannte zeug, gefällt mir auch heute noch sehr gut, aber wenn ich mir heute eine Scheibe in der Richtung anhöre denk ich ständig "ja gibtsn sowas, klingt noch genau wie damals", tritt irgendwie absolut auf der Stelle das ganze.

Hab mir danach mal versucht Dimmu Borgir schön zu hören - hat nicht funktioniert. Children of Bodom, Slipknot, Metallica und Iced Earth waren so mein Einstieg in die härteren Metalgefilde bis ich dann auf Hipocrisy und As i lay dying stieß, richtig richtig geniale Bands wie ich finde, aber vergleichbares zu finden ist nicht leicht, vor allem wenn es an Zeit mangelt.

Manche meinen ja immer, wenn sie keine arbeit hätten wüssten sie nicht was sie tun sollten, ich hätte das Problem ganz sicher nicht, nur besser gehts einem dann doch nur mit Knatter.

Zum Thema krank: hier kenn ich bisher nur Dir en Grey (Japso-Metal-Core oder sowas) und die apokalyptischen Reiter die teils echt gut und teils einfach nur kaputt sind :)

Freu mich nachher aufs Hören!
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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Mantorok » Fr 8. Jul 2011, 12:26

Normal ;)
Wat soll ich sagen - bin hier in nem Großraumbüro... hol die Sachen auch nur aus der Erinnerung hoch, hoffe die Soundquali ist verträglich.

Ich weiss schon was du meinst. Mir geht´s ähnlich dass ich zwar auch gern Sachen von älteren Bands rauskrame, aber dann immer abgeschreckt bin dass die sich heute immer noch genauso mit aktuellem Material anhören. Für viele Bands ist das auch ein Fluch an glorreiche alte Tage anknüpfen zu müssen nur um weiterhin im Gespräch zu bleiben.

Amorphis sind da für mich gerade die Helden, da die seit Einstieg Ihres aktuellem Sängers anno 2005 und dem ersten Song mit ihm (das von dir genannte "House of Sleep") eine völlig neue Richtung eingeschlagen haben die sie bis heute einhalten. Die damit altvertraut aber doch eben völlig neu, völlig anders klingen. Wirklich, seit dem 2005er Album "Eclipse" sind nur gute Scheiben herausgekommen - und das war deren siebtes Album! Also Eclipse, Silent Waters, Skyforger und The Beginning of Times - alles wahnsinns Scheiben. Hab die auch live gesehen im Turock/Essen - traumhaft! Musikalisch wie im Studio sauber gespielt und mit einer unbändigen Spielfreude. Eines meiner besten Konzerte!
Aber auch andere Bands wie z.B. Gorefest haben mich nach deren Reunion echt positiv überrascht!
Gorefest- For the masses


Dimmu Borgir leiden halt unter ihrem eigenem Namen. Ich find, deren 3. Album "Enthrone Darkness Triumphant" ist deren absolute Sahnescheibe, da gibt´s eigentlich gar keinen Ausfall drauf. Aber auch eben kein "danach" mehr. Sicher, die haben später immer mal wieder gute Songs auf deren Alben gepresst... aber in der gesamten Wahrnehmung haben die doch stark nachgelassen. Da kommt dann der Hype dazu, uuuuhhh Black Metal und uhhhh epische Songs. *muede*

Aber zieh dir mal nüchtern die folgenden Songs aus Enthrone D. T. rein, diese sollte man zumindest mal gehört haben:
Mourning Palace
Spellbound (gehört auch heute noch zu meinen Lieblings-Songs, einfach nur EVIL)
A Succubus in Rapture (fast schon romantisch)


So jetzt haste erst mal genug Zeug, verpack das erst mal.

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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Loki » Fr 8. Jul 2011, 17:11

Uiuiuiuiuii... 40 min durchgehört, auch n paar Videos am Rande.

Fazit:
Gorefest und Entombed kommen dem am nächsten was mein Ohr so mag.
Dimmu Borgir hat da auf jeden Fall ein paar interessante Sachen rausgebracht, hätte ich nach *lufthol* Puritanical Euphoric Misanthropia und Spiritual Black Dimensions (Gott was für alberne Namen) garnicht zugetraut. Die beiden Alben habe ich, beide Alben sind... SCHROTT, Belastung für die Umwelt, Futter für Vegetarier, CD-Schrank-Lückenfüller... aber die Covers sind einfach nur hübsch (und da soll noch mal jemand sagen, dass Werbung nicht beeinflusst).

Amorphis und Soilwork klingen GUT, und gerade in Amorphis werde ich mich mal vertiefen, das ist wirklich guter Metal für die Wohnungsgeräuschkulisse wenn man es mal gerade nicht so heftig braucht.

Cannibal Corpse und dat andere da... ... sind für mich einfach nur "Special Interest". Ich hör das Äquivalent dazu im elektronischen Bereich, rund 5000 Interessenten und Käufer gibts im deutschsprachigen Raum für elektronischen "Noise", eine Mischung aus Industrial, hartem Techno Sound und Experimentellem Elektronikklängen...
Corpse find ich immer dann hammer wenn ich es audiovisuell serviert bekomme: Im Verbund mit einem Wahnsinns Warhammer 40k Video, Zombie-Splatter-Games oder ähnlichem wo man wahnwitzig viel übertriebene Gewalt aufgetischt bekommt.

Das hat durchaus seinen ganz eigenen Charme und Humor und genau deswegen fand ich "Japanische Kampfhörspiele" auch echt genial. Hab mich wirklich abgerollt vor Lachen, das ist genaaau der Humor den ich zwischen den Arbeitszeiten super klasse finde :mrgreen:

Böse finde ich allerdings einzig und allein In Slaughter Natives

Danke für deine Tipps, leider konnte Hipocrisy niemand das Wasser reichen, wär auch sicherlich ein echter Glücksfall gewesen, wenn man bedenkt, dass ich meistens genau die unbekannteren Akteure einer Musikrichtung wirklich spitzenmäßig finde, über die ich meist wirklich nur durch Zufall stolpere. Auf Hipocrisy bin ich gestoßen als ich 2001 aufm Wacken im Zelt lag und versuchte zu schlafen, nachts um halb 2 spielte Hipocrisy in der Ferne und da drangs in mich ein und bin umgehend Tage später in den nächsten Saturnmarkt und hab mir 2 Alben besorgt.
Du merkst dass du verloren hast, wenn seine Helden weiter ziehen als deine, Seite an Seite mit seinen Drachen über Meere und unwegsames Gelände fliegen und in infernalischen Explosionen nach ihrem Tod aufgehen und dich damit mit in den Tod reißen

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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Mantorok » Fr 8. Jul 2011, 18:24

Loki hat geschrieben:Uiuiuiuiuii... 40 min durchgehört ...
... und er lebt noch! :mrgreen: Na dann war´s ja gar nicht so schlimm, was! *gg*

Nu dann kannste ja schon mal mit den paar genannten Bands auf die Suche gehen. Ist aber halt immer nen bissel problematisch wenn man die Albumtitel nicht parat hat bzw. sich die Mucke grundsätzlich immer nur über Songlisten aus dem PC reinpfeift. Ich würde jetzt auch nicht jedes Album von den genannten Bands empfehlen.

Von Amorphis finde ich beispielsweise die Alben "Elegy" und "Far from the sun" richtig fotzöde. Zumindest zu letzterem ist sich die Fachpresse und Fangemeinde einig, bei ersterem steh ich wohl allein da. Dagegen gefällt mir die "Am Universum" echt gut, die eher so den "naja geht so"-Stempel bekommen hat. Aber die anderen Sachen halt ab der Eclipse, wow!!!

Zu Entombed ist das Schwert ebenso zweischneidig:
Ich hab sehr intensiv die alten Sachen verfolgt und dann irgendwann das Interesse an der Band verloren. Die "Wolverine Blues" und die "To ride, shoot straight and speak the truth" sind das perfekte Beispiel davon wie man die Band wahrnimmt und woran man sie misst, dagegen gehen die fulminanten Vorgängeralben die die Band überhaupt erst so groß gemacht haben "Left Hand Path" (übrigens auch ein hammergeiler namensgleicher Song!) und die eher beschaulich wirkende "Clandestine" doch unter. Und alles nach der "To Ride..." hab ich dann halt nicht mehr verfolgt.


Vielleicht ist At the Gates noch was für dich? Auch schon älter, aber wenn du den Maßstab Hypocrisy setzt, wäre da sicherlich was für dich dabei. "Sloughter of the Soul" , "The Red in the Sky is ours" und "Terminal Spirit Disease" wären sicherlich mal so Kandidaten.

Ansonsten bin ich auch nur Mensch und kenne nicht alles was es so auf dem Markt gibt, besonders aktuellere Sachen bzw. solche die erst Mitte der 2000er Jahre groß geworden sind, da kann ich null Empfehlung aussprechen weil ich vieles nicht kenne. Also für echte Empfehlungen bin ich daher gern zu haben. Und da auch diese Bands unterschiedliche Schaffensperioden haben können: gerne erst mal einzelne Songs posten aber dann auch die Alben dazu nennen - wenn dann hör ich mir ein ganzes Album am Stück an und die gesamte Wirkung aufzunehmen. Da gibt es zu viele Beispiele wo einzelne Songs nur nen Furz im Wind sind aber als ganzes Konzept wunderbar aufgehen. Opeth wären da zu nennen, oder natürlich auch die grenzgenialen Edge of Sanity mit der Killerscheibe "Crimson 2" oder die total kaputten Finnen von Waltari mit derem Werk "Yeah yeah, die die! A death-metal symphony in deep c"


Ach so:
Bei selbstgemachten Musikvideos bin ich eher kritisch, geben sie doch oft nicht die Stimmung genau so wieder die die Musik an sich versprüht. Ein paar nette Ausnahmen gibt´s natürlich immer, siehe auch "Das Gift ist da!" von den Japanischen Kampfhörspielen, lol *lach* Aber oft sind da irgendwelche Anime FLVs untergemischt wo einfach nur irgendwas gezeigt wird was so voll überhaupt nicht zusammenpasst. Naja...

Noise hör ich mir nicht so gerne an, wohl aber so dahin grenzende Sachen wie z.B. Feindflug, oder Wumpscut... Ist auch mal ganz nett, letztere sollten dir auf jeden Fall was sagen wenn du zu den 5000 gehörst ;) . Problematisch bei diesen Bands ist halt immer der oft vorkommende leichte rechte Einschlag (auch wenn diese Bands sowas immer dementieren) und dann wird´s anstrengend anderen klar zu machen dass es einem einzig um die Energie hinter dieser Musik geht.

Ich mein ich lieb es auf der Autobahn auf der A40 im Stau zu stehen und knusperharten Death oder anderen Krach aus den Lautsprechern meines BMWs tönen zu lassen, wohingegen andere Fahrer solch einer Automobilmarke Summertime-schwing-dein-Arsch-und-wackel-mit-den-Titten-Mucke durchfiedeln lassen bei heruntergelassenen Fenstern... Aber wenn dann die "Celebrate Satan!"- oder "Marsch, der Feind steht da vorn"-Samples aus Songs von diversen Bands ertönen ist mir das dann doch schon zu doof...

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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von Loki » Fr 8. Jul 2011, 19:25

Okay an dieser Stelle lieber Jörch: Stop! Bevor du mich weiter mit Namen maltretierst fang ich demnächst erstmal an mir eins nach dem anderen genauer anzusehen/hören. Kennst es sicher selber, du fragst was gut ist und jemand lässt vor dir 50 Namen fallen nach dem Motto "Choose your Weapon" ^^

Hast in jedem Fall einen wirklich guten Musikgeschmack, was subjektiv gesprochen einfach nur bedeutet, dass ich mich ganz sicher nie - egal was du in deinem Auto spielst - beschweren würde ;)

In der "schwazzen" Ecke bin ich zwischen 2001 und 2005 sehr aktiv unterwegs gewesen, wobei hier immer die Musik im Vordergund stand. Bin ursprünglich total Elektro aversiert, aber hab mich nach so ziemlich allem was das gemeine Technoeckchen so hergab durch- und auch irgendwann leid gehört. Danach war das was ich in den hiesigen Gothic-Discotheken des Ruhrpotts kennengelernt habe eine Art göttliche Erleuchtung ... für eine Zeit. Bis man merkt, dass es garnicht sooo viele wirklich anspruchsvolle Gruppen im Gothic/EBM Bereich gibt die brauchbare Musik machen. Doch die, die ich jetzt als Referenz nennen würde könnten unterschiedlicher nicht sein. Fand und finde es noch immer erstaunlich wie vielseitig die schwarze Musik daherkommt, zu der ganz sicher nicht zuletzt auch einige Metalrichtungen gehören. Bin über Gothrock und Batcave wieder zeitlich zurückgewandert, bin dann bei den 80ern gelandet und sogar bei der NDW.

Was das mit dem anhaftenden Ruf mancher schwarzer Gruppen angeht... da wüsste ich gestern und auch morgen nicht, was mich es stören sollte was andere davon halten was für Musik ich höre. Ich liebe militant gestaltete Rythmen die thematisch mit sarkastisch oder auch ernst gemeinten Texten gesalzen sind, das verleiht der Musik ganz einfach eine gewisse Härte die für sich einzigartig ist und vorwiegend einem Zweck dient, nämlich Menschen dazu Party zu machen und evtl. sogar auf gleichem Wege eine Message zu verbreiten die zum Nachdenken oder auch Besinnens anregt. So ca. 3/4 der Menschen die ich in der Gothic Szene kennengelernt haben und meinen Musikgeschmack geteilt haben sind vor allem oft geprägt gewesen von einer üblen und schmerzhaften Erfahrung in ihrem eigenen Leben von der sie mehr oder weniger gelernt haben. In jedem Fall kenn ich keine Szene mit toleranteren und lieberen Menschen als die Gothic Szene, Abstand hab ich dann trotzdem irgendwann gesucht weil die meisten die sich der Szene verschreiben doch nen argen Tick haben.
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Re: Auf der Suche nach neuem Metal

Beitrag von WarFred » So 10. Jul 2011, 01:02

So Leute, hier zuhause am Rechner kann ich auch mal ein bisschen besser meine Kommentare zu den dargebotenen "Leckereien" abgeben (obwohl ich fürchte, dass Lokis Geschmack ziemlich sicher nicht meiner ist - als Sänger, der keinen guturalen "Gesang" praktiziert, ist das nunmal nichts anderes, als eine Vergewaltigung der Stimmbänder, sorry!):

Amorphis: der guturale Gesang HÄTTE mir gefallen, wenn eine klare Frauenstimme ala Theatre of Tragedy oder auch Nightwish dagegen gestanden hätte. Wobei mir Mermaid ganz gut gefiel. Fazit: Amorphis war nicht so schlimm wie befürchtet.

Hypocrisis: Dreck! Eben aus obrigen Grund (aber die Geschmäcker sind ja zum Glück unterschiedlich *gg*

Soilwork: überraschend gut, da werde ich mir mal noch mehr von anhören!

Entombed: Auch nicht so schlimm wie erwartet, aber die Stimme ist mir zu Lemmy-mäßig (Motörhead) und dessen Gesang mag ich gar nicht.

Suffocation: Singst du schon oder kotzt du noch? :mrgreen: Ich lege halt sehr viel Wert auf Gesang.

Cannibal Corpse: zumindest das empfohlene Stück war mir zu frickelig. Früher habe ich sowas auch gehört, heute stehe ich mehr auf Melodie. Also: so lala.

Autopsy: der Gesang ist ja fast noch schlimmer als Kotzen :lol: Nee, der geht gar nicht.

Japanische Kampfhörspiele: sorry, absoluter Schrott - diesmal wenigstens in jeglicher (musikalischer und gesanglicher) Hinsicht!

Gorefest: hmmm, nicht wirklich mein Ding, aber auch nicht so schlimm wie erwartet.

Dimmu Borgir: Musik gefällt mir sehr, aber der Gesang nicht *grrr3*

So, soviel meine Einschätzung zu Euren Empfehlungen - auch wenn sie vielleicht gar nicht gewünscht war ;) (aber ihr könnt mich ja nicht hier rausschmeißen *aetsch* ).

Nun will ich mal anbringen, was mir momentan an Metal so gefällt.

Da wäre zunächst natürlich meine absolute Lieblingsband Annihilator (wobei Band eigentlich der falsche Name ist, denn Mastermind ist Jeff Waters und er schmeißt - oder schmiss früher zumindest - nach jedem Studioalbum alle Musiker aus der Band und trat dann mit Studiomusikern live auf :mrgreen: ).

Hörproben:
King of the Kill
UltraMotion
Carnival Diabloes
Und hier noch eins meiner Favorites, wegen des saugeilem schrägen Gesangs von Waters (ab 2:15):
Brain Dance

Dann meine zweite momentane Lieblingsband:

Bullet for my Valentine - absolut unschlagbarer Name für ne Band und musikalisch sehr extrem!
Her Voice Resides
Scream Aim Fire

Seit der Neuverfilmung von Dawn of the Dead gehört auch noch folgende Band, die mit Down with the Sickness den Abspann geilst begleitete, zu meinen Favoriten: Disturbed! Eine der schwierigsten und kniffeligst zu covernden Stimmen, die ich kenne.

Auch empfehlenswert sind die Soloalben von Sergj Tankian (Frontman von System of a Down), weil sie nicht ganz so durchgeknallte Partituren haben, aber trotzdem den ausnahmslos geilsten Gesang: Empty Walls (leider ohne das absolut genialste Video ever! Danke GEMA! *suck*)

So, jetzt kommt von mir auch noch was humoristisches: The Devil's Blood ()! Die hab ich deshalb hier mit reingenommen, weil ich deren Geschichte so ultrageil im Gegensatz zur Musik finde:
[url=http://www.youtube.com/watch?v=jBiPoh6An7A]Christ Or Cocaine

I'll Be Your Ghost

Eine letzte Band, die übrigens ein absolut stimmiges "Corporate Design" aufweist, ist PowerWolf:
Raise your Fist, Evangelist
Panic in the Pentagramm
Die Texte sind sehr funny und die Music straight und Powerful.


[EDIT] Eine ehemals sehr erfolgsversprechende Band kann ich leider nach Fortgang des Sängers nicht mehr empfehlen! :mrgreen:

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